BKA-Trojaner – Virus entfernen und den PC sicher machen

Bereits seit mehreren Jahren treibt der BKA-Trojaner (auch Bundespolizei Virus genannt) sein Unwesen im Internet.
Die Masche ist so dreist wie lukrativ: Mit Logos von bekannten Institutionen sperren Cyberkriminelle das Windows-System von Nutzern und versuchen somit Geld zu erpressen.
Die Meldungen lauten oft: “Aus Sicherheitsgründen wurde Ihr Windowssystem blockiert”  oder “Ihr Computer wurde gesperrt”. Wenn dies der Fall ist dann bewahren Sie Ruhe! Bezahlen Sie auf gar keinen Fall!
Die als Bundespolizei bekannte Ransomware ist keine offizielle Mitteilung der Bundespolizei. Es handelt sich dabei um einen klaren Fall von Erpressung. Doch weil die Lösegelder oft gering sind, die Trojaner mit Scham, Schuld und Obrigkeitshörigkeit spielen, zahlen viele Opfer trotzdem. Doch der PC bleibt gesperrt!

Beschreibung des BKA Virus

Der BKA-Virus, oder auch BKA-Trojaner genannt, ist eine Abkürzung für Bundeskriminalamt-Virus. Ist der Virus erst einmal auf Ihrem Rechner, werden automatisiert kinderpornografische Inhalte oder Raubkopien herunter geladen und anschließend per E-Mail zu einer vermeintlichen Anzeige gebracht. Der Absender: Das Bundeskriminalamt. Das Ziel ist es, zunächst einen Schock beim Leser auszulösen, denn der Absender ist Angst einflößend. Schließlich sperrt das angebliche BKA Ihren Rechner und blendet Warnungen ein. Der Trick: Meist befindet sich der Inhalt, um den es geht und deren Besitz strafbar ist, tatsächlich auf Ihrem Rechner, was die meisten Menschen dazu verleitet, sich trotz Unschuld in der Pflicht zu fühlen, sich zu rechtfertigen und den Sachverhalt aufzuklären.

Gefordert wird eine bestimmte Geldsumme, um die Angelegenheit somit aus der Welt zu schaffen. Die Summe beträgt meist nur 50 Euro, was den wenigsten Menschen so weh tun wird, dass sie sich dazu entscheiden lieber nicht zu bezahlen. Die Betrüger erhoffen sich so, dass möglichst viel Geld überwiesen wird, ohne dass die Opfer hinterfragen, ob diese geforderte Summe tatsächlich ihre Richtigkeit hat. Das Problem: Nach der ersten Zahlung folgen weitere Forderungen und die Nutzer werden weiterhin erpresst.
Wir stellen Ihnen hier mehrere Lösungswege vor, mit denen Sie den BKA Trojaner entfernen können.

Wie gelangt der Bundespolizei Virus (BKA Trojaner) auf ein Computer-System?

Wenn Sie einen infizierten PC haben, werden Sie das daran erkennen, dass die Webseiten, die Sie besuchen, eine Art Warnhinweis erhalten. Aber dann ist es meist schon zu spät. Der BKA Virus gelangt überwiegend über bereits infizierte Webseiten auf die Rechner seiner Opfer.
Diese Webseiten lösen einen so genannten Drvie-By-Download aus: Das heißt, dass ein Download im Hintergrund automatisch ausgelöst wird. Der hat freies Spiel, wenn Ihr Betriebssystem eine Sicherheitslücke aufweist oder Sie völlig ohne Virenschutz im Netz unterwegs sind. Vom Download selbst merken Sie nichts und erkennen erst (zu spät), dass Sie keinen Virenschutz hatten. Wenn der Virus auf Ihrem Computer-System installiert ist, hilft nur noch, diesen – manuell oder automatisch – zu entfernen. Anschließend sollten Sie sich zwingend gegen weitere Angriffe schützen und einen Virenscanner installieren. Ihr System kann nur sicher sein und bleiben, wenn sich kein Virus bemerkt oder unbemerkt einschleicht.

Wie kann ich mich gegen den BKA Virus schützen?

Zunächst sollten Sie ruhig bleiben. Sollten Sie wirklich einmal eine Straftat begangen haben, ob bewusst oder unbewusst, so würde eine eventuelle Strafanzeige gegen Sie niemals per E-Mail eingehen. Auch würde nie jemand von Ihnen fordern, um die Sache quasi ungeschehen zu machen. Freikaufen funktioniert in einem Rechtsstaat nicht! Wird Geld gefordert und werden Sie per E-Mail einer beliebigen Straftat beschuldigt, so sollten Sie auf keinen Fall bezahlen! Diese Forderungen sind illegal.

Gegen den BKA Virus helfen vor allem gute Antivirus Programme, die Sie immer benutzen sollten. (Zum Beispiel wurde Bitdefender Internet Security als bester Virenscanner ausgezeichnet.) Sie sorgen dafür, dass Sie sich gar nicht erst infizieren und zeigen Ihnen per Scan an, ob Sie betroffen sind oder nicht. Gute Virenscanner übernehmen für Sie sogar de Löschung von infizierten Dateien. Virusschutz ist unerlässlich, wenn Sie im Netz unterwegs sind, doch leider nehmen viele Privatpersonen die Lage nicht ernst genug. Schützen Sie sich, indem Sie Angriffe von außen abwehren. Sie möchten schließlich nicht nur sicher arbeiten, sondern auch wissen, dass niemand Fremdes auf Ihre Daten zugreift und im schlimmsten Fall Ihre Privatsphäre verletzt.
Ohne den richtigen Virusschutz geht das leider nicht. Der muss immer im Hintergrund aktiv sein und warnt Sie beim surfen im Netz vor potentiell gefährlichen Seiten und Dateien. Dabei sollte man genau überlegen ob man sich für einen kostenlosen oder kostenpflichtigen Virenscanner entscheidet. Bei kostenlosen Paketen wird jedoch nur ein Basis Schutz bereitgestellt, welcher es aber bei weitem nicht mit dem Angebot der bezahlten Versionen aufnehmen kann. Mehr Informationen zum Thema (Kostenlos vs. Kostenpflichtig) finden Sie hier.
Zusätzlich sollten Sie beim Lesen von E-Mails, die für Sie nicht vertrauenswürdig erscheinen, auf keinen Fall einem Link folgen und die Mail umgehend löschen. Möchte eine offizielle Staatsstelle etwas von Ihnen, so werden Sie immer per Post benachrichtigt.
Zudem ist es äußerst unseriös, dass eine Staatsstelle einen PC tatsächlich sperren würde. Im wahrscheinlicheren Fall würden Polizeibeamte von Ihrer Tür stehen und Sie über das aufklären, was man Ihnen vorwirft. Allerdings gilt auch: Sollten Sie tatsächlich verdächtigt werden, Kinderpornografie zu besitzen oder zu verbreiten, so wäre das alles andere als kleiner Delikt, der durch eine Bezahlung von 50 Euro so einfach zu den Akten gelegt werden würde. Agieren Sie also keinesfalls vorschnell und bezahlen Sie nicht! Mehr Informationen finden Sie in unserem Antivirus Test.

Anleitung zum Entfernen des BKA Virus per Systemwiederherstellung entfernen

Der BKA Trojaner hält sich hartnäckig. Bei einige Varianten lässt sich der Trojaner ganz einfach entfernen, indem Sie eine Systemwiederherstellung durchführen. Das funktioniert folgendermaßen:

  1. Beim Betriebssystem Windows unten links auf “Start” bzw. das Start-Symbol klicken
  2. Dort in die Suchleiste “Systemwiederherstellung” eingeben
  3. Nun öffnet sich ein neues Fenster, das verschiedene Optionen anbietet
  4. Die Option “andere Wiederherstellungspunkte auswählen” gibt Ihnen einen guten Überblick
  5. Sie können nun entscheiden, zu welchem Zeitpunkt Sie das System wiederherstellen möchten
  6. Mit “Fertigstellen” wird die Systemwiederherstellung ausgelöst. Dauer ca. 1 bis 10 Minuten.

Alternativ können Sie bereits beim Start des Computers einschreiten:

  1. Beim Start drücken Sie die Taste F8
  2. Im erscheinenden Menü wählen Sie dann die Option “Abgesicherter Modus mit Eingabeaufforderung
  3. Dann geben Sie den Befehl rstrui.exe ein und lösen das Programm mit Enter aus
  4. Nun können Sie auch hier einen alten Wiederherstellungspunkt auswählen, der Ihren Computer in den alten Zustand zurück versetzt.

Manuelle Anleitung zum Löschen des Virus

Es gibt auch die Möglichkeit, den Virus direkt und manuell zu entfernen. Dieser Schritt allerdings setzt voraus, dass Sie das verdächtige Programm von selbst erkennen und löschen – Für Laien ist dieser Schritt nicht zu empfehlen, da er verhältnismäßig unsicher ist. Nur wer sich auskennt, sollte den BKA Virus auf die folgende Weise entfernen:

  1. Lösen Sie ebenfalls bereits beim Start die F8-Taste aus
  2. Wählen Sie die Option “Abgesicherter Modus mit Eingabeaufforderung
  3. Nun müssen sie den Windows-Explorer öffnen (Windows-Taste + E-Taste) und dort das Laufwerk C:\ auswählen
  4. Nun müssen Sie das Laufwerk durchsuchen nach allen Programm und geben in das Suchfeld “.exe” ein
  5. Die Suche kann einen Moment dauern, denn sie wirft nun alle .exe-Dateien aus
  6. Nun müssen Sie die Liste sortieren nach dem Änderungsdatum (rechte Maustaste)
  7. Per rechte Maustaste sollten Sie außerdem in die Detail-Ansicht wechseln. Nun sehen Sie eine Liste vor sich, die die zuletzt geänderten .exe-Dateien darstellt. Die betroffene Datei mit dem Virus sollte sich ganz oben befinden und hat typischerweise eine bedeutungslose Bezeichnung, oft eine Mischung aus vielen zufälligen Buchstaben und/oder Zahlen.
  8. Diese Datei müssen Sie nun löschen.- Somit sollte der Virus entfernt sein.
  9. Spätestens nach diesen Schritten sollten Sie umgehend einen Virenscanner installieren, um sich vor einem neuen Angriff zu schützen. Sehr gute Virenscanner finden Sie in unserem Virenscanner Vergleich.

Sollten Sie sich für die manuellen Löschung des Virus entscheiden, sollten Sie diesen sicher identifizieren können. Eventuell besteht bei dieser Variante die Möglichkeit, dass Sie die falsche Datei löschen und der Virus am Ende noch länger auf Ihrem System verbleibt. Das birgt weitere Gefahren. Führen Sie diesen Schritt nur manuell aus, wenn Sie sich relativ sicher sein können, dass Sie die identifizierende Datei auch von selbst erkennen können.

Gefahren im Internet

Die Gefahren im Netz sind riesig: Viren, Trojaner, Spyware, Exploits, Phshing und Spam. Im Internet kaufen Menschen ein, hinterlassen ihre Bankdaten, bezahlen mit Kreditkarte, geben Adresse und Telefonnummern bekannt: Genau das, was viele Betrüger von uns Konsumenten gerne haben möchten, hinterlassen viele völlig bedenkenlos im Netz. Außerdem möchten die Betrüger von Ihnen vor allem eines: IHr Geld! Und um an das zu gelangen, werden sie immer kreativer und leider auch immer besser.
Gefälschte und echte E-Mails sind teilweise so schwer voneinander zu unterscheiden, dass nur noch Profis das können. Auch wenn die selbstverständlich immer darauf achten sollten, ob eine Mail durch Schreibfehler oder grammatikalische Fehler grundsätzlich verdächtig wirkt, so sollten Sie sich bewusst machen, dass auch Betrüger immer besser werden. Um sich zu schützen reicht Ihre Aufmerksamkeit nicht aus.
Viren, Trojaner und Spyware sind permanent im Umlauf und gefährden grundsätzlich alle Computer-Nutzer – selbst große Konzerne oder gar Banken müssen ständig auf der Hut sein. Aber auch dann, wenn Sie über einen Virenscanner verfügen, dürfen Sie keinesfalls nachlässig werden und sollten nicht zu Leichtgläubigkeit neigen. Im Internet zahlt sich Vorsicht aus wie nirgendwo anders. Nur wer mit Bedacht surft und sich der Gefahr immer bewusst ist, sich schützt und nicht naiv handelt, kann sich auf Dauer vor Viren schützen.

Achten Sie in Ihrem Umfeld darauf, dass Sie älteren und unerfahrenen Menschen auf diese Gefahren hinweisen. Haben Sie beispielsweise Eltern, die gerade das Internet für sich entdeckt haben, so weisen Sie darauf hin, dass es auch im Internet niemanden gibt, der einem etwas schenken möchte. E-Mails von angeblichen Rechtsanwälten oder des BKA sind niemals echt und man sollte ständig auf der Hut sein. Gerade jene Menschen, die im Internet selten unterwegs sind, werden Opfer dieser Betrüger. Sie sind schnell verängstigt und fallen auf simple Maschen herein. Das ist allerdings meist keine Naivität, sondern schlicht die Unerfahrenheit, weil ältere Personen nicht mit dem Internet aufgewachsen sind und sich die Gefahr für sie nicht real darstellt. Spätestens aber, wenn Geld auf dem eigenen Konto fehlt, ist die Gefahr sehr real und der Virus hat zugeschlagen. Versuchen Sie auch Ihre Umgebung etwas zu sensibilisieren.

Viren

Wie Sie es bereits von Ihrer Gesundheit schon kennen, ist ein Virus ansteckend. Wenn Sie ihn erst einmal haben, dann bleibt er und im schlimmsten Fall übertragen Sie ihn an Menschen aus Ihrem direkten Umfeld. Mit Ihrem Computer-System verhält sich das nicht anders. Der Unterschied ist allerdings, dass es eine Vielzahl an Möglichkeiten gibt, wie Ihr Computer-System angegriffen werden kann und Sie einen Virenschutz benötigen, der an allen Fronten für Sie kämpft.
Ein Virus setzt sich in Ihrem Computer-System fest und bleibt dort so lange, wie er nicht gelöscht wird. Dort veranlasst er verschiedene Aktionen: Er greift grundlegende Systemkomponenten an und zerstört Ihr System nach und nach; andere Viren hingegen haben den Zweck sich möglichst zu verbreiten und Sie werden unbemerkt Ihr Umfeld belasten. Am häufigsten werden Programme infiziert, die der Virus so umschreibt, wie er sie gerade für seinen Zweck benötigt. Ein Virus möchte in der Regel nicht auffallen und wird sich im Hintergrund möglichst still verhalten. Die Macher haben immer zum Ziel, lange unerkannt zu bleiben, weil sich die Chance so erhöht, dass sie sich schnell verbreiten können. Das bedeutet, dass die Opfer von Viren ganz häufig sehr lange nicht bemerken, dass sie mit einem infizierten System arbeiten. Im schlimmsten Fall riskieren Sie den Verlust Ihrer Daten. In eher seltenen Fällen dient ein Virus dazu, diese Zerstörung bewusst herbei zu führen.
So könnte es theoretisch möglichst sein, die Handware mit einem Virus zu zerstören, allerdings nutzt das den Tätern nicht. Sie möchten das System stattdessen befallen und Sicherheitslücken finden und sich weiter verbreiten. Nur so gelingt es dem Virus sich für seine Zwecke optimal zu gestalten, denn am Ende geht es den Tätern immer darum, etwas zu bekommen: Das sind meistens Daten, die später für kriminelle Zwecke verwendet werden (beispielsweise Bankdaten). Die Chance erhöht sich, wenn ein Virus still und leise auf einem Computer-System verweilt. Umso wichtiger ist ein Virenscanner, der die Viren sofort abblockt und auf deren Existenz hinweist. Sehr gute Virenscanner finden Sie in unserem Virenschutz Test.

Trojaner

Ein Trojaner (abgekürzt für “Trojanisches Pferd”) ist ein Programm, das dem Nutzer vorgaukelt, von einem seriösen Anbieter zu stammen. In Wahrheit allerdings ist das trojanische Pferd vor allem eine Mogelpackung und alles andere als seriös und sicher. Das zu erkennen ist nicht immer so einfach. Im Netz werden Sie vermutlich häufig nach einer bestimmten Software suchen, die etwas für Sie tun soll.
Sie möchten Bilder bearbeiten, suchen Programme zum Planen und Gestalten und tun dann das, was Millionen von Menschen täglich tun: Sie laden ein geeignetes Programm herunter. Das ist völlig normal und fast jeder Mensch tut das. Ein Trojaner tarnt sich immer als ein solches Programm und wirkt auf Sie zunächst ganz gewöhnlich. Manche Trojaner sind als solche kaum zu erkennen, weil sie tatsächlich das tun, was der Nutzer von ihnen erwartet und das ist die Gefahr: Denn der Trojaner tut im Hintergrund noch viele andere Dinge, die der Nutzer ohne Virenschutz nicht erkennen kann.

Trojaner gelangen zum Beispiel über E-Mails auf Ihren Computer, wenn Sie Anhänge öffnen, aber auch völlig unbemerkt als Drive-By-Download. Typischerweise dient ein Trojaner Virus dazu, seine Opfer auszuspähen: Sie möchten unsere Passwörter erfahren und den Datenverkehr überwachen. Oft werde auf funktionale Schäden verursacht, beispielsweise in Ihrem Namen weitere E-Mails versendet, die wieder einen Virus oder einen Trojaner im Anhang beinhalten.
So sollen die Trojaner sich immer weiter verbreiten. Wie gut oder schlecht dieser Virus getarnt ist, hängt immer von den Machern ab. Fakt ist, dass Sie den Schaden ohne Virenscanner viel zu spät bemerken und einen Angriff auch nicht verhindern können, weil Sie nicht gewarnt werden. Tatsächlich könnten Sie bereits einen Trojaner auf Ihrem Computer haben und es gar nicht gemerkt haben, weil das herunter geladene Programm einwandfrei funktioniert und Sie zufrieden stellt. Sie wägen sich vermutlich sogar in Sicherheit, sich keinen Virus herunter geladen zu haben, eben gerade weil das Programm so gut funktioniert.

Spyware

Spyware soll Sie regelrecht ausspähen. Dort, wo Sie Ihre sensiblen Daten hinterlassen, greift die Spyware zu: Die Spyware arbeitet als Spion und beobachtet Sie bei allem, was Sie tun. Meist geht es dabei darum, dass heraus gefunden werden soll, wie Sie im Netz unterwegs sind, welche Seiten Sie besuchen, wo Sie sich wie lange aufhalten und was Sie suchen. Die Werbeindustrie möchte am liebsten alles von ihnen wissen, denn nur so kann die Werbung perfekt personalisiert werden und die Chance erhöht sich, dass Sie genau das angeboten bekommen, was Sie suchen. Für Sie mag es am Ende wie ein Zufall wirken, dass Sie etwas eingeblendet bekommen, das sie interessieren könnten.

Fakt ist, dass das alles meist überhaupt nicht zufällig passiert, sondern Sie Opfer der typischen Spyware wurden. Das Computer-System infiziert sich überwiegend unbemerkt, denn Sie sollen möglichst nichts davon mitbekommen, dass Ihr persönliches Surfverhalten regelmäßig an einen Softwareanbieter übermittelt wird. Es sollte Ihnen aber zu denken geben, wenn Ihr Computer Ihnen auffällig langsam vorkommt oder Ihr Browser immer wieder zeitverzögert reagiert. Häufig öffnen sich sogar neue Browser im Hintergrund ohne, dass Sie nachvollziehen können, was das passiert. Aufmerksam werden müssen Sie auch, wenn Sie plötzlich neue Webseiten in Ihren Lesezeichen vorfinden.
Schützen können Sie sich wie üblich: Keine E-Mail mit unbekanntem Absender öffnen und keine Downloads auf nicht seriösen Seiten durchführen (das gilt auch für ominöse System-Updates). Nur mit der richtigen Abwehr gegen solch einen Virus können Sie problemlos im Internet surfen und müssen sich um Ihre persönlichen Daten keine Sorgen machen. Vielleicht erscheint Ihnen der Schaden nicht allzu enorm, allerdings sollten Sie sich bewusst machen, dass Sie ohne Virenschutz möglicherweise alles andere als unbeobachtet surfen. Wie Sie welche Seiten nutzen und welche Daten Sie dort hinterlassen möchten Sie sicherlich für sich behalten und nicht unwissentlich teilen. Vielleicht entsteht im ersten Schritt zunächst kein finanzieller Schaden, aber Spyware fungiert wie ein Spion, der Ihnen Tag und Nacht auf den Fersen ist.

Exploits

Die so genannten Exploits sind eine Begrifflichkeit aus dem Bereich der Datenverarbeitung (to exploit = ausnutzen). Sie setzt dort an, wo Schwachstellen in einem Programm zu finden sind. Manche Programme sind nicht perfekt und weisen die ein oder andere Sicherheitslücke auf, obwohl sie von einem seriösen Anbieter stammen und grundsätzlich nichts gegen ihren Download spricht. Normalerweise müssten Sie sich keine Sorgen machen.
Angreifer allerdings können mit den Exploits genau jene Punkte innerhalb eines Programms aufdecken, die einen Fehler oder eine Lücke aufweisen – Und sie für sich nutzen. Das bedeutet, dass Sie möglicherweise ein Opfer von Exploits werden, obwohl Sie grundsätzlich nichts falsch gemacht haben. Sie haben sich an einen seriösen Anbieter gehalten und dessen Seriosität vielleicht sogar überprüft und Sie haben darauf vertraut, dass die Entwickler einen guten Job gemacht haben. Und trotzdem oder gerade deshalb ist es möglich, dass Sie sich einen Virus einfangen. Sie selbst können als Laie überhaupt nicht beurteilen, wie sicher oder unsicher ein Programm geschrieben ist und ob es wirklich Lücken in der Sicherheit aufweist oder nicht. Sie können sich lediglich schützen und auf gute Virenscanner setzen. Die Exploits greifen da an, wo ein durchschnittlicher Anwender schlicht nicht mehr mitkommt. Er versteht nicht, weshalb ein nun einen Virus hat und ist sich keiner Schuld bewusst. Theoretisch bedeutet das also, dass Sie dem Grunde nach alles richtig machen könnten und das nichts daran ändert, dass Sie den großen Herstellern ausgeliefert sind und vertrauen müssen. So können Sie als Windows-Nutzer nur hoffen, dass der Hersteller keine Sicherheitslücken in seinem System hat – Wissen aber können Sie das nicht. Schützen können und müssen Sie sich dennoch.

Phishing

Phishing (auf Deutsch: “angeln”) ist eine Methode, um an Ihre persönlichen Daten zu gelangen und sich im Netz als die falsche Person auszugeben. Die Betrüger möchten mit Ihrem Geld bezahlen, Ihre Bankdaten angeben, Ihre Kreditkartendaten hinterlegen – Sie sollen bezahlen für alles möglich. Die Täter kaufen Waren und/oder Dienstleistungen aller Art mit Ihrem Geld. Den Schaden bemerken Sie erst dann, wenn von Ihrem Konto etwas abgebucht wird, das sie zunächst nicht zuordnen können. Allerdings ist fraglich, ob Sie das Geld dann wieder zurück bekommen und wie lange das womöglich dauert. In jedem Fall müssen Sie bei der Polizei Anzeige erstatten und, wenn möglich, Zahlungen zurück buchen lassen, vielleicht muss sogar Ihr Konto kurzzeitig gesperrt werden. Das alles ist mit unfassbar viel Arbeit verbunden und sorgt dafür, dass Sie mitunter plötzlich hunderte oder gar tausende Euro weniger auf Ihrem Konto haben.
Der Schaden ist sofort da und lässt sich nur schwer wieder beheben. Die Ursache hierfür ist immer ein Virus. Beim Phishing gelangt dieser Virus auf Ihren Rechner und sammelt sämtliche Daten. Wenn Sie per Kreditkarte etwas bezahlen, müssen Sie immer Ihre Daten dort hinterlegen: Ein Virus beobachtet nun genau, welche Buchstaben und Zahlen Sie beim Bezahlvorgang angeben.
Das könnte theoretisch auf die Bankdaten Ihres Girokontos oder Ihr Paypal-Konto betreffen. Überall dort, wo die Betrüger an Geld kommen können, setzen sie diese Methode ein. Das Ärgerliche für die Opfer ist, dass Sie erst einmal beweisen müssen, dass Sie selbst nicht die Person waren, die die Zahlung veranlasst hat. Bei den Ermittlungen kommt dann meist zum Vorschein, dass ein Server, der irgendwo in Übersee zu stehen scheint, diese Zahlung veranlasst hat. Die Betrüger selbst werden nur selten geschnappt. Das Ausspähen der persönlichen Bezahldaten ist mittels eines Virus relativ einfach und der Schaden dafür enorm. So ein Virus kann nur von einem Angriff abgehalten werden, wenn er mit einer guten Antiviren Software abgewehrt wird. Diese Software schlägt sofort Alarm, wenn die Vermutung einer Infizierung besteht. Im besten Fall werden Sie so vor einem großen finanziellen Schaden bewahrt.

Spam

Jeder von uns hat schon einmal eine E-Mail der Kategorie “Spam” erhalten. Es sind die klassischen E-Mails, die uns bereits im Betreff versprechen, dass wir gerade etwas gewonnen haben oder ganz dringend eine Brustvergrößerung benötigen. Spam ist inzwischen ein Bestandteil aller Personen geworden, die über ein E-Mail-Konto verfügen. Fast alle Freemail-Anbieter haben außerdem direkt ein so genanntes Spam-Unterkonto und verschieben Malis, die verdächtig nach Spam aussehen, direkt dorthin.
Spam ist meist verhältnismäßig schlecht gemacht und wirkt häufig bereits auf den ersten Blick nicht sonderlich glaubwürdig. Der Leser bemerkt relativ schnell, dass er persönlich nicht angesprochen ist und fast alle Menschen sind kritisch, wenn Sie lesen, dass sie angeblich eine Reise oder ein Auto gewonnen haben. Spam wird verschickt wie Massenware und soll möglichst viele Menschen anlocken. Hinterlegt sind alle Mails im Spamordner meist mit einem Link zu einer Seite, die verlangt, dass Sie dort etwas angeben: Ihre Adresse, ihre Telefonnummer und am besten Ihre Bankverbindung. Im Kleingedruckten liest sich dann meistens, dass Sie gerade einen Vertrag eingehen oder sich für ein bestimmtes Abo anmelden: Das kostet natürlich Geld und genau daran verdienen die Absender des Spams am Ende auch. Da aktiv etwas getan wurde und die Registrierung aus freien Stücken erfolgt, die Bedingungen auch im Kleingedruckten stehen, ist es rechtlich schwierig zu beurteilen, inwiefern entstehende Verträge ungültig sind.

Wie kann ich meinen Computer richtig schützen?

Zunächst einmal sollten Sie immer kritisch sein und alles hinterfragen. Erscheint Ihnen eine E-Mail unglaubwürdig oder Sie sind sich unsicher, ob Sie tatsächlich vom genannten Anbieter stammt, dann löschen sie die Nachricht und befolgen sie die Ort genannten Anweisungen nicht. Besuchen Sie stattdessen die direkte Website oder das Online-Portal und führen die Schritte dort aus. Ihre Bank wird sie grundsätzlich nicht dazu auffordern, per E-Mail-Link bestimmte Schritte auszuführen. sollten Sie zweifeln, so kontaktieren Sie den angeblichen Absender telefonisch und vergewissern Sie sich, dass es sich nicht um eine Phishing-Mail handelt.

Natürlich können Sie so vorsichtig sein, wie Sie möchten: Ohne Antivirus Programm werden sie kaum auf der sicheren Seite sein können. Das Programm muss im Hintergrund immer laufen und es sollte – bei Bedarf oder Verdacht – regelmäßig ein manuellen Scan durchgeführt werden. Wer ohne ausreichenden Virenschutz durch Virenscanner im Netz unterwegs ist, riskiert seine persönlichen Daten und kann nicht nur ausspioniert, sondern tatsächlich auch um bares Geld gebracht werden. Die Gefahr erscheint niemals bewusst und keiner kann sich vorstellen, selbst einmal Opfer von Cyber-Kriminalität zu werden, aber die Statistik zeigt, dass nahezu jeder Mensch schon einmal einen Virus auf seinem Rechner hatte oder wenigstens (vergeblich) attackiert wurde. Nur wer sich ausreichend mit einer Antivirus Software schützt kann sorglos surfen. Die Antivirus Programme sind schnell installiert, meist selbsterklärend und laufen unauffällig im Hintergrund. Es erzeugt durch die Sicherheit einen enormen Mehrwert.

1 Punkt2 Punkte3 Punkte4 Punkte5 Punkte (32 Stimmen, 4,34 von 5)
Loading...