Kurzfassung
- Ransomware macht Daten oder Systeme unzugänglich und verlangt Lösegeld
- Verbreitet sind Krypto-, Locker- und Leak-Varianten
- Sie verbreitet sich vor allem über Phishing und Schwachstellen
- Sie ist klar abzugrenzen von Scareware (reine Angst) und Screenlocker (nur Sperrung)
Für wen diese Seite gedacht ist
Diese Seite richtet sich an Privatpersonen, IT-Verantwortliche in kleinen Unternehmen und alle, die sich erstmals oder im Rahmen eines Vorfalls mit dem Begriff Ransomware beschäftigen. Wer bereits einen akuten Vorfall hat, findet operative Hilfe unter Dateien sind verschlüsselt.
Typische Formen
- Krypto-Ransomware: verschlüsselt Dateien auf dem System
- Locker-Ransomware: sperrt den Zugriff auf den Rechner oder Browser
- Leakware / Doxware: droht mit Veröffentlichung gestohlener Daten
- Wiper-Varianten: zerstören Daten gezielt, ohne ernsthafte Wiederherstellungsabsicht
Wie kommt Ransomware auf den Rechner?
- Phishing-Mails mit Anhang oder Link
- Schwachstellen in Fernzugriffen wie RDP oder VPN
- Kompromittierte Webseiten und manipulierte Software-Downloads
- Gestohlene Zugangsdaten aus früheren Datenlecks
- Kompromittierte Dienstleister- oder Lieferantenzugänge
Bekannte historische Beispiele
Die Bandbreite reicht von einfachen Sperr-Trojanern bis zu hochprofessionellen Angriffsbaukästen:
- BKA-Trojaner (ab 2011): Locker-Variante mit gefälschter Behördenoptik im deutschsprachigen Raum
- CryptoLocker (ab 2013): einer der ersten verbreiteten Krypto-Trojaner
- WannaCry (2017): nutzte eine SMB-Schwachstelle und legte weltweit Systeme lahm
- NotPetya (2017): als Ransomware getarnter Wiper mit Milliardenschäden
- Moderne Familien mit Double Extortion und Leak-Portalen im professionellen Umfeld
Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen
- Scareware: arbeitet vor allem mit Angst und vorgetäuschten Bedrohungen
- Screenlocker: sperrt Bildschirm oder Browser, ohne Dateien zu zerstören
- Phishing: zielt vor allem auf Zugangsdaten und Identitätsdiebstahl
- Banking-Trojaner: greifen gezielt Onlinebanking-Sitzungen an
Was schützt vor Ransomware?
- Aktuelle Updates und ein gepflegtes Patchmanagement
- Multi-Faktor-Authentifizierung für Mail, Fernzugänge und administrative Konten
- Backups nach 3-2-1 mit mindestens einer offline oder unveränderbaren Kopie
- Vorsicht bei unerwarteten Anhängen, Makros und Pop-ups
- Im Unternehmen zusätzlich Netzwerksegmentierung, EDR und zentrales Logging
Wichtiger Hinweis
Diese Seite ersetzt keine individuelle IT- oder Rechtsberatung. Bei einem akuten Verdacht auf Ransomware ist es wichtig, das Gerät zu isolieren und professionelle Hilfe einzubeziehen, statt eigenmächtig Werkzeuge aus der Erpressernotiz oder fragwürdigen Foren zu installieren.